Luisa Francia

 

Auszug aus ihrem Buch: „Starke Medizin – Handbuch zur Selbstheilung“

Verlag: Frauenoffensive, ISBN-13: 978-3881042666

 

Kapitel 9

Der Verlust der Schönheit

Entstehung der Krankheit

 

"Walk in beauty!" ist ein Gruß der Navajo - Ureinwohnerinnen Nordamerikas, etwa "Schreite in Schönheit".

Mit Schönheit ist Harmonie, Wohlbefinden, Wahrnehmung aller Wesen der Natur und das Genießen aller Sinne und aller Wahrnehmungen gemeint. In diesem Sinn ist Krankheit der Verlust der Schönheit. Krankheit bahnt sich im spirituellen Umfeld, in der Traumzeit des Menschen an.

Die Schichten von Seele und Körper stimmen nicht mehr überein, sind nicht mehr im Einklang.

Die Seele sucht Ruhe, Glück, Freude, Lust, Erkennen, Nahrung und bekommt Lärm, Gift, Stress, Hektik, Druck, Drohung, Erpressung.

Dieses erste Stadium von Krankheit trägt in unserer Kultur fast jede Person in sich. Wer kann sich in einer Gesellschaft, die alle Menschen normt, ihnen festgelegte Entwicklungsstufen, Zahnspangen, Schönheitsideale, ein „Normalgewicht“, Diäten aufzwingt, schon gegen all diese Regeln zur Wehr setzen und eine ganz individuelle Entfaltung beanspruchen? Oder gar durchhalten?

Trotzdem ist jeder Versuch, die innere Schönheit und Harmonie wiederherzustellen, lebensnotwendig.

Gerade Frauen akzeptieren Krankheit, Unzufriedenheit, Frustration, Paranoia, Angst und Ausweglosigkeit oft selbstverständlicher als Stärke, Lebenslust, Spaß, knackige Gesundheit, Befriedigung. Eine Frau, die schlecht drauf ist, findet meistens eine andere, die ihr zuhört, rät, hilft.

Eine Frau, die gut drauf ist, die mit sich und ihrer Umgebung in Harmonie ist und Schönheit und Wohlgefühl für sich als natürlichen Zustand beansprucht, wird nicht selten egoistisch und unpolitisch genannt.

Wo liegt die Logik, wenn Du all deine Kräfte beisammen hast und für den Genuss am Leben kritisiert wirst?

Was ist falsch daran, den eigenen Körper wie einen Tempel, die eigene Seele wie einen kostbaren Schatz zu pflegen, zumal du als Kranke oder psychisch gestörte Person anderen zur Last fällst und Hilfe Brauchst. Warum sollte es politisch akzeptabler sein, am Leiden der Welt zugrunde zu gehen?

Wer leidet, vermehrt das Leidenspotential der Welt.

Wer glücklich ist, lässt die Gesamtglücksmasse im Universum wachsen. Glücklichsein bedeutet eben auch, die vielen Schichten der Seele und des Körpers zu verbinden, zu verbünden, eine Entscheidung für sich zu treffen, ohne sich um die Meinung anderer zu kümmern. Die Antennen und Fühler können in der Umgebung Erkundungsreisen unternehmen, du bist aufnahmebereit, wach, interessiert, neugierig.

Verletzungen dieser feinstofflichen Schichten führen zu Verhärtungen. Eine Schicht nach der anderen schaltet auf Abwehr und Schutz. Die spielerische Energie deines Universums gerät ins Stocken. Das vermindert die Fähigkeit, in diesen Schichten Impulse und Informationen aufzunehmen. Der Körper reagiert mit Alarmbereitschaft. Gelassenheit, Heiterkeit und Leichtigkeit sind einer allgemeinen Wachsamkeit gewichen.

 

 

Wird dieser Zustand von der Gehirnzentrale erkannt und als Problem akzeptiert, lässt er sich ausgleichen und entschärfen. Wenn aber die Wahrnehmung der Sinne und feinstofflichen Schichten feindselig abgetan, der Körper gezwungen wird, die Ambivalenz von Wunsch und Realität als „normal“ hinzunehmen, verknoten sich gewissermaßen die Vernetzungen zwischen physischem Körper und psychisch-seelischen-spirituellen Schichten.

Die Grundvoraussetzung für eine Störung oder auch eine Krankheit ist gegeben.

 

                                                    

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