Yin und Yang

In der taoistischen Sichtweise besteht alles, was existiert aus den zwei Kräften Yin und Yang. Alles ist im Wandel, das Leben ist ein Wandel. Die Nacht wird zum Tag, die Jahreszeiten wechseln, wir selbst durchlaufen verschiedene Lebensphasen. 

Yin ist das passive Prinzip, das Geschehenlassen, das Loslassen, die Absichtslosigkeit, die Entspannung, sowie Ruhe, die Nacht, der Winter uvm.

Yang ist das aktive Prinzip, die Intension, die Konzentration, das Richtungs-gebende, die Anspannung, sowie Aktivität, der Tag, der Sommer uvm.

Diese zwei Kräfte sind im ständigen Wandel.

Die eine Kraft trägt die andere als Samen in sich, sie bedingen sich gegenseitig.

Für diesen stetigen Wandel ist es wichtig, dass beide Kräfte in Harmonie miteinander sind.

Eines der wesentlichen Aspekte im Qi Gong ist es, dieses Gleichgewicht wieder herzustellen.

Die meisten Menschen leiden unter einem Ungewicht von Aktivität und Passivität. Die Aktivität hat in unserer Gesellschaft einen so hohen Stellenwert, dass die Menschen vergessen haben, wie wichtig Ruhe und Entspannung für uns sind. Denn wir brauchen täglich Zeit und Raum für unsere Regeneration des Körpers, der Seele und des Geistes. Eine Zeit, in der wir uns ordnen, uns in unsere Mitte, in unser Gleichgewicht bringen. Es gilt daher bei den meisten Menschen unserer westlichen Zivilisation, das Yin-Prinzip zu stärken und somit die Überbetonung des Yang, was sich z.B. in schmerzhaften Verspannungen zeigt, auszugleichen.

Qi Gong sind Bewegungen in Ruhe und Entspannung. Der Geist wird ruhig, die Atmung vertieft. Die Qi Gong Übungen bestehen aus yinnigen und yangigen Aspekten, die sich ständig abwechseln und so Yin und Yang in uns harmonisieren.

 

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